Barbie – wie viele Mädchen schon mit ihr groß geworden sind. Seit die erste Barbie von Mattel 1959 auf den Markt kam erfreut sie sich größter Beliebtheit und bevölkert Kinderzimmer weltweit. Inzwischen gibt es unzählige Modelle von Barbie, die unterschiedlichsten Ausstattungen und Outfits, von der Meerjungfrau-Barbie über die Reiter-Barbie bis hin zur Polizisten-Barbie – alles ist dabei. Eins haben jedoch sämtliche Barbies gemeinsam: Sie sind spindeldürr, haben endlos lange Beine, eine Wespentaille und ein kindliches Gesicht mit riesengroßen Kulleraugen. Eine Tatsache die oftmals in die Kritik geraten ist.

Barbie und ihre Figur – ein völlig falsches Ideal für Mädchen?

Nicht nur Feministinnen prangern es an: Barbie vermittelt kleinen Mädchen ein völlig falsches Schönheitsideal. Und eins stimmt in jedem Fall: Barbie wird von den Kindern als schön empfunden. Um allerdings zur Realität zurückzukehren – Barbie ist nicht einfach nur sehr „dünn“ . Inzwischen wurde herausgefunden, dass Barbie mit ihren Maßen umgerechnet in die Größe einer durchschnittlichen Frau, gar nicht lebensfähig wäre. Ihre Maße würden um die 99-46-89 betragen – mit dieser Taille könnte Barbie nicht stehen.

Aktion gegen die verzerrte Barbie

Wer hat sich nicht schon einmal gefragt wie Barbie mit einer ganz normalen Durchschnittsfigur aussähe? Nickolay Lamm setzte diese Aufgabe jetzt endlich einmal um – in einem Fotoprojekt zum Thema Schönheitswahn. Das Vorbild für die sogenannte „Durchschnitts-Barbie“ stellt die Figur einer gewöhnlichen 19 Jahre alten Amerikanerin in Form eines 3D-Modells dar. Am Computer wurden dem 3D-Modell dann die Haut, Kleidung und Haare einer echten Barbie verpasst. Die Botschaft die der Künstler an die Frauenwelt damit vermittelt möchte: „Du bist schön, wie du bist“.

Die Gegenüberstellung – echte Barbie vs. Durchschnittsbarbie

Im Vergleich zur echten Barbie fällt einiges auf. Die Durchschnitts-Barbie ist wesentlich kleiner, ihre Proportionen haben fast nichts mit der ursprünglichen Barbie gemein: Die Beine sind deutlich kürzer und nicht so dürr, der Hintern ist Wohlgeformt und nicht so „nicht-existent“ wie bei der „echten“ Barbie. Die Taille ist ungefähr doppelt so breit wie die der Original-Barbie und auch die Schultern sind breiter. Auch das Gesicht hat sich verändert: Die Augen sind kleiner geworden, beziehungsweise entsprechen der Normalgröße. Alles in allem ist es ein sehr ungewohntes Bild, was sich einem da bietet. Man hat ja doch ein sehr festgefahrenes Klischee wie Barbie auszusehen hat. Je länger man die beiden jedoch betrachtet, desto besser gefällt einem die „Durchschnittsbarbie“. Weil sie echter aussieht, authentischer. Und weil in der Gegenüberstellung noch mehr auffällt wie daneben und unrealistisch eigentlich die Original-Barbie aussieht.

Bildquelle: ErikaWittlieb / pixabay.com

 

 

Kim Redlin

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