Mit Kindern den Frühling entdecken

Wenn es den Erwachsenen in der Nase juckt und den Kindern in den Beinen zuckt, steht der Frühling vor der Tür. Die Erde hat auf ihrem Weg um die Sonne die Stellung erreicht, wo die Länge des Tages wieder zunimmt und, wenn der Frühling beginnt, die gleiche Länge wie die der Nacht aufweist. Durch die milden Temperaturen erwacht die Natur zu neuem Leben. Frühlingsblüher stecken ihre Köpfe der sich häufiger und länger zeigenden Sonne entgegen und auch die Tierwelt wird wieder aktiv. In dieser Zeit ist die Anpassungsfähigkeit der Natur besonders eindrucksvoll zu verfolgen. Im Park, Garten oder Wald kommen die Frühblüher zum Vorschein. Wer entdeckt das erste Exemplar? Erstaunlich, wie zuverlässig sie sich jedes Jahr im Frühling wieder aus der Erde schieben. Woher wissen sie, wann der richtige Zeitpunkt ist? Viele von ihnen, wie Krokus, Tulpe und Narzissen sind Zwiebelgewächse, die in den Wintermonaten aufhören zu wachsen und Nährstoffe aufzunehmen. Sie legen eine Art Winterpause ein, die beendet ist, sobald die Sonne den Boden erwärmt. Unter den Tieren gelten Marienkäfer, Eichhörnchen, Igel oder Bienen als Frühlingsboten, die nach ihrer Winterruhe wieder unterwegs sind. Zugvögel, wie Kraniche, Störche und Stare, treffen aus ihren „Urlaubsorten“ in den warmen Ländern ein. Im Frühling beginnen die Konzerte der Singvögel, wobei fast ausschließlich die Männchen ihre Stimme erheben, um ihr Revier abzustecken und den zukünftigen Nistplatz zu sichern. Die Wildparks, Zoos und Bauerhöfe laden ein, den Tiernachwuchs zu begutachten: Frischlinge, Lämmer und Küken.

Den Frühling zu Hause willkommen heißen

Sobald sich der Frühling bemerkbar macht, wächst die Lust, ihn auch ins Haus zu lassen. Ein spannendes Erlebnis ist es, seinen eigenen Frühblüher zu pflanzen und beim Wachsen zu beobachten. Am besten eignen sich Tulpen- und Krokuszwiebeln. Für den Ausflug am Wochenende lohnt es, einige besondere Vorbereitungen zu treffen. Wie wäre es, eine Schatzsuche als Pirat unterwegs zu veranstalten? Eine Schatztruhe muss gebastelt, Tücher und Augenklappen für die Verkleidung zusammengestellt sowie eine Schatzkarte gestaltet werden. Frühlingsreime und Lieder unterstützen uns dabei. „Der Frühling hat sich eingestellt“, „Es tönen die Lieder“ oder „Im Märzen der Bauer“ gehören zu den alt-bekannten Volksliedern. Das Lied „Alle Vögle sind schon da“ lässt sich mit Kreativität beliebig um einen neuen Vers erweitern.

In freier Natur aktiv den Frühling erleben

Mit dem Frühling kommt Bewegung ins Leben und die Familie strebt ins Freie. Spaziergänge und Ausflüge können unterwegs durch Quizfragen (Wer kennt Frühblüher? Zugvögel?), Suchspiele (Wer sieht zuerst ein Eichhörnchen? Ein Schneeglöckchen?) oder gezielte Naturbeobachtungen (Lupe mitnehmen!) an Unterhaltung gewinnen. Kleine Forscher lieben es, Regenwürmer, Spinnen oder Ameisen (was tragen sie auf dem Rücken?) „unter die Lupe zu nehmen“! Ein Höhepunkt stellt die Spiel-Pause dar. Hat man eine Schatzsuche vorbereitet, ist es nun Zeit, den Schatz zu verstecken und die Karte zu komplettieren. Auf der Karte müssen die Schritte bis zum Ziel angegeben werden. Auch ein Hindernis-Parcours ist erlaubt. Wenn die Suche nicht zu lange ausgedehnt werden soll, empfiehlt es sich, einen Kurzzeitwecker in der Schatztruhe zu verstauen. Eine Abwandlung ist die „Plünderung“. Hierbei muss die Beute erobert werden. Zwei Teams machen sich auf den Weg, mit „Lebensbändern“: Wollbänder am Arm oder Tücher, aus der Tasche ragend. Ziel ist es, die Beute zu sichern und den Gegnern die Lebensbänder abzunehmen. Wer sein Leben eingebüßt hat, sollte ein neues erwerben können. Unterwegs lassen sich bestimmt Materialien finden, um ein Wett-Kugeln zu veranstalten. Das kann an einem Hang ausgetragen werden oder auf einer ebenen Strecke in Richtung eines Ziels. Wer kommt am weitesten oder dem Ziel am nächsten? Bekannteste Version stellt das Eierkullern dar, das mit hartgekochten wie auch mit den schokoladenen Exemplaren funktioniert. Als Variation können die leeren Picknickdosen oder andere Gefäße aufgestellt werden, in die geworfen werden muss. Oder wieselflinke Frühlingsentdecker wetteifern darum, ihre an der Jacke angeknipsten Wäscheklammern ins Ziel einer festgelegten Strecke zu befördern, bevor es den etwas entfernt oder später startenden Gegnern gelingt, sie abzunehmen. Die Atempause eignet sich dann vortrefflich, um sich wieder den spannenden Ereignissen in der Natur zu widmen.

Bildquelle: © Alexander-Raths / Fotolia.com

Kim Redlin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Your content here.