Holzspielwaren – Das bessere Spielzeug?

Bei einem Besuch bei Freunden oder Verwandten mit Kindern entscheiden sich viele Menschen für Spielzeugartikel als Mitbringsel. Auch für die eigenen Kinder bieten sich Spielwaren als Geschenk für Geburtstage oder für die kleinen Freuden des Alltags an. In beinahe jedem größeren Kaufhaus findet sich eine Spielzeugabteilung und somit ist es leicht, den Kleinen so schnell und einfach eine Freude zu bereiten.

Buntes Plastik oder schlichtes Holzspielzeug?

Bei der Entscheidung welche Ware es am Ende in die Einkaufstüte schafft, scheiden sich jedoch die Geister: Die Auswahl an buntem Plastikspielzeug ist meist schier unendlich und Viele greifen mit dem Wissen, dass Kindern vor allem buntes, sich bewegendes oder Geräusche erzeugendes Spielzeug ein Leuchten in die Augen treibt, zur Plastikware. Andere bevorzugen Holzspielzeug, das man zwischen den Spielzeugtürmen mancher Kaufhäuser oft erst auf den zweiten Blick entdeckt. Doch welche Entscheidung ist die beste für das Kind?

Plastikspielzeug: Voll mit Schadstoffen?

Plastikspielzeug kann Schadstoffe enthalten, die sich langfristig negativ auf den Körper auswirken können. So wirken zum Beispiel Weichmacher, die das Spielzeug biegsam machen sollen, Studien zufolge negativ auf das Gleichgewicht des Hormonhaushaltes. Die Stoffe sind im Plastik nicht fest gebunden, können so im Laufe der Zeit austreten und zum Beispiel in Hausstaub oder unseren Körper übergehen. Eine Studie des Umweltverbandes BUND zeigte, dass die Belastung durch Weichmacher in getesten Kindergärten im Durchschnitt etwa dreimal höher war, als in einem normalen deutschen Haushalt.

Holzspielzeug: Nicht nur Vorteile

Bietet Holzspielzeug die rettende Alternative ? Viele Eltern verbinden mit Holzspielzeug eine gesündere und pädagogisch wertvollere Form ihren Kindern eine Freude zu bereiten. Holz wird mit etwas Natürlichem und Ungefährlichem assoziiert. Doch auch hier sollte man sich keiner Illusion hingeben: Bei Spielsachen aus Holz wird häufig Lack verwendet, in dem vergangenen Untersuchungen zufolge bereits schädliches Blei gefunden wurde. Auch Flammschutzmittel oder Nickel, auf das viele Menschen allergisch reagieren, waren bei den Funden keine Seltenheit.

Fazit: Augen auf beim Spielzeugkauf!

Weder Holzspielwaren noch Plastikspielsachen sind automatisch ungefährlich. Grundsätzlicht gilt: Beim Kauf von Spielzeug auf Siegel wie das GS-Zeichen achten, das wie der Name „Geprüfte-Sicherheit“ bereits sagt, eine freiwillge Prüfung von unabhängigen Organisationen (zum Beispiel dem TÜV) voraussetzt. Doch sogar auf Prüfzeichen ist nicht immer Verlass. Hier wird besonders deutdlich, dass zum Thema Schadstoffe in Spielwaren auch heute noch hoher Bedarf an genaueren Gesetzen und deren Umsetzung besteht.
Nehmen Sie Ihr Wunschprodukt deshalb vor dem Kauf selbst gründlich unter die Lupe. Kein auffälliger Geruch, keine lockeren Kleinteile und kein leicht lösbarer Lack sind zuimdest ein Anfang.

Kim Redlin

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