Kinder im Sommer – was man bei heißen Temperaturen beachten sollte

Die Kinderhaut vergisst nichts. Wer im kindlichen oder jugendlichen Alter Sonnenbrände erleidet, der kann Jahrzehnte später unter Umständen mit schweren Hauterkrankungen rechnen. Der gefürchtete schwarze Hautkrebs kann schlimmstenfalls auftreten, obwohl er eine ganz klare Ursache-Wirkung-Beziehung zeigt.

Kinderhaut braucht Sonnencreme

Die Sonne strahlt und die Kinder zieht es nach draußen. Auf den Spielplatz, ins Schwimmbad oder zum Fußballspielen. Das soll auch so sein, denn Kinder brauchen das Sonnenlicht und die Bewegung an der frischen Luft. Aber es heißt Vorsicht walten lassen, denn die Kleinsten tragen das größte Risiko in der Sonne. Die Kinderhaut ist wesentlich empfindlicher als die Erwachsenenhaut. Die Zellen sind den gefährlichen UV-Strahlen noch fast schutzlos ausgeliefert. Da die Kinderhaut noch arm an Pigmenten ist, kann die UVB-Strahlung nur teilweise abgeblockt werden. Darüber hinaus ist die obere Hornschicht der Kinderhaut noch sehr dünn. Wer seine Kinder im Sommer ohne Sonnencreme ins Freie lässt, der beschert ihnen einen Sonnenbrand und das schon nach wenigen Minuten. Experten raten, gerade weil eine intensive Sonnenstrahlung für Kinder ein hohes Risiko darstellt, diese im ersten Lebensjahr nicht der Sonne auszusetzen und bis zum 3. Lebensjahr nur eingeschränkt. Generell sollten Kinder im Sommer mit einer Sonnencreme eingecremt werden. Dabei sollte man bei kleinen Kindern Produkte mit mineralischen Filtern verwenden. Diese haften auf der Hautoberfläche und bilden eine sogenannte physikalische Barriere. Der Lichtschutzfaktor bei Sonnencreme für Kinder im Sommer sollte mindestens 30 sein. Man sollte darauf achten, dass auch wasserfeste Sonnencremes nach dem Schwimmen noch einen 50%igen Schutz bieten.

Die richtige Kleidung für Kinder im Sommer

Schatten kann man als den besten Sonnenschutz benennen, dennoch dringen UV-Strahlen durch die Wolkendecke. Deshalb sollten Kinder im Sommer mit Sonnencreme eingecremt und mit Kleidern geschützt werden. Am besten Hut, Hemd und Hose, die Materialien sollten nicht zu dünn sein. Daneben brauchen auch Kinderaugen einen Sonnenschutz. Hier empfiehlt sich eine Sonnenbrille mit einem Breitband-UV-400-Schutz. Kinder sollten keinesfalls in der Mittagssonne, so zwischen 13 und 15 Uhr ins Freie. Der beste Zeitpunkt ist der Morgen und der späte Nachmittag.

Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten

Nicht nur die Sonnencreme und die richtige Kleidung sind im Sommer wichtig. Fast genau so wichtig ist das Trinken. Gerade bei Sommerhitze steigt der Flüssigkeitsbedarf und eine entsprechende Zufuhr ist wichtig. Es sollte nicht nur bei jeder Mahlzeit ein Glas angeboten werden, auch zwischendurch sollte getrunken werden. Geeignet sind Mineralwasser, ungesüßte Tees oder verdünnte Fruchtsäfte. Für Kinder von vier bis sieben Jahre wird ein durchschnittlicher Trinkbedarf von 940 ml empfohlen. Kinder im Sommer brauchen eine ausgewogene Flüssigkeitszufuhr, da sie im Verhältnis zu ihrer Körpergröße einen größeren Flüssigkeitsverbrauch als Erwachsene haben.

Symptome eines Sonnenstichs

Scheint dem Kind eine längere Zeit die Sonne auf den Kopf, so kann ein Sonnenstich drohen. Gerade bei Kindern in den ersten Lebensjahren passiert das häufiger, da die Schädeldecke noch sehr dünn ist, auch ist der Haarwuchs noch nicht ausgeprägt. Typische Symptome können ein hochroter und heißer Kopf sein, der Körper ist dabei eher kühl, Übelkeit und Erbrechen, oft auch Kopfschmerzen zählen zu den Symptomen. Das Kind sollte sofort in den Schatten und mit feuchten Tüchern gekühlt werden. Sollte das Kind bewusstlos sein, so muss der Notarzt gerufen werden.

Bildquelle: © yanlev / Fotolia.com

Kim Redlin

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