Kinder im Zeltlager, schöne Ferien auch ohne Mama und Papa

Es ist nur natürlich, dass Kinder eine enge Bindung an ihre Eltern haben. Denn schließlich wird die Bindung zwischen Mutter und Kind schon während der Schwangerschaft begründet. Kinder, die viel oder nur mit den Eltern zusammen sind, leiden vielleicht mehr an Heimweh, als andere Kinder, die daran gewöhnt sind, auch bei Freunden oder anderen Verwandten zu nächtigen oder längere Zeit auch ohne die Eltern zu verbringen. So schön eine enge Kinder-Elternbindung auch sein mag, diese kann später problematisch werden. Denn Kinder sollten auch Zeit unter gleichaltrigen anderen Kindern verbringen. So ist es gut, wenn Kinder einen Teil ihrer Ferien, getrennt von den Eltern, zum Beispiel in einem Zeltlager oder Sommercamp verbringen. Diese Trennung vom Elternhaus auf Zeit kann einen wichtigen Aspekt beim Selbstständigwerden darstellen. Erziehungswissenschaftler haben herausgefunden, dass Kinder, die mit Geschwistern aufwachsen, viel weniger Probleme haben, von den Eltern für eine Zeit getrennt zu sein. Kinder, die schon Panik bekommen, wenn sie sich nur vorstellen in ein Sommercamp zu fahren und dort ohne die Eltern einige Zeit zu verbringen, sind oft Einzelkinder. Doch auch oder gerade diese Kinder sollten beim Trennungsprozess unterstützt werden. Hier gibt es einige Tipps und Tricks, wie Eltern mit zu enger Kind-Elternbindung umgehen können.

Kinder alleine in die Sommerferien schicken, die erste Phase sollte kurz sein

Wenn Kinder signalisieren, dass sie nicht in eine Ferienfreizeit fahren wollen wie zum Beispiel das Zeltlager, dann sollten die Eltern sich zunächst erstmal alleine Gedanken machen, warum das Kind so eingestellt ist. Dabei ist alles, was Zwang betrifft, nicht gut, wenn Eltern wünschen, dass das Kind ins Sommercamp fährt. Normalerweise sind Kinder Feuer und Flamme, wenn es darum geht, mit gleichalterigen Kindern spaß, ohne die Eltern haben zu können. Es gibt aber Maßnahmen die Eltern treffen können, dass sich das Kind nicht so sehr separiert fühlt, wenn es in den Sommerferien wegfahren soll. Die Wahl des Ortes, an dem die Ferienfreizeit stattfinden soll, spielt ebenso eine Rolle, wie die anderen Kinder, die auf dieser Fahrt mitfahren. Aber auch das Alter des eigenen Kindes sollte beachtet werden. Nach dem Motto weniger ist mehr, sollten die Zeiten für Ferienfreizeiten zunächst kurz anfangen und können mit dem Alter des Kindes gesteigert werden. Aber auch, wenn der beste Freund oder Freundin des Kindes mit ins Zeltlager fährt, fällt oft schon mal die erste Hemmschwelle. Für die Eltern ist das erste Sommercamp vielleicht noch sehr ungewohnt, aber es ist wichtig, dem Kind nicht zu zeigen, wenn die Eltern unsicher sind.

Sind die Kinder in guten Händen, können auch die Eltern mal Erholung für sich genießen

Die Abwesenheit der Kinder vom Elternhaus, während diese im Sommercamp unter ihresgleichen Spaß haben, kann für die Eltern eine Zeit der Erholung darstellen. Denn auch Eltern sollten mal etwas Zeit im Jahr für sich haben. Dazu kommt, wenn Eltern und Kinder sich mal bewusst für eine Zeit trennen, die Zeit hinterher wieder als viel schöner erlebt wird. Das Zeltlager nicht gleich Zeltlager ist, dürfte bekannt sein. Gerade auf dem Gebiet der Kinderreisen kommt es darauf an, dass Eltern ihre Kinder mit gutem Gewissen in die Ferienfreizeit schicken können. Aber auch die Kinder sollten sich in den Ferien ohne Eltern wohlfühlen können. Da gibt es wichtige Auskünfte, die Eltern vor der Buchung einholen sollten. Wichtigste Qualitätsaussagen können immer Eltern und Kinder, die schon mal im Sommercamp gewesen sind, treffen. Aber auch eine Besichtigung des Zeltlagers sollte für Eltern auf dem Programm stehen. Bei guten Erfahrungen werden sich auch die Kinder, die erstmals im Zeltlager waren, auf das nächste Sommercamp freuen.

Bildquelle: © B. W. Schneider / Fotolia.com

Kim Redlin

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